Chronik

Foto vom Kirtag 1924, mit dabei die Kirtagsmusikanten

Der Anfang

Der Ursprung der Ortsmusik reicht wohl weit ins 19. Jahrhundert zurück. Jedenfalls wurde auf dem Ameiser Kirchenchor sehr altes Notenmaterial gefunden. Damals waren in den Ortschaften Ameis, Föllim und Altruppersdorf die Musikkapellen noch eigenständig spielfähig.

Ameis – Föllim

Aus dem 1. Weltkrieg kamen viele junge Männer nicht mehr zurück. Die Musiker unter ihnen waren auch in den Musikkapellen unersetzbar. Deshalb schlossen sich Ameis und Föllim (die beiden Orte bilden ohnehin gemeinsam eine Pfarre) zu einer  gemeinsamen Ortsmusik zusammen. Die Leitung übernahm Herr Lorenz Zott, der Posaune und Tuba spielte.

Die heimischen Musiker hatten neben ihren andersweitigen musikalischen Einsätzen vor allem die Aufgabe, kirchliche Feste musikalisch zu umrahmen.

Ab dem Jahre 1935 übernahm Herr Josef Zangl die musikalische Leitung der Ortsmusik Ameis-Föllim.

1924 - Kirtag in Ameis

Foto vom Kirtag in Ameis 1924, mit im Bild die Kirtagsmusikanten

Ameis – Föllim und Altruppersdorf

Der Ausfall der im 2. Weltkrieg gefallenen Musikkameraden dezimierten die Reihen der Musikkapellen abermals. So vereinigten sich die verbliebenen Musiker aus Altruppersdorf und Ameis-Föllim zu einer gemeinsamen Ortsmusik. Rein organisatorisch blieben die beiden Orchester allerdings eigenständig. So gab es bis ins Jahr 2002 sowohl einen musikalischen Leiter für Ameis-Föllim als auch für Altruppersdorf.

  • 1946 – 1952 war Herr Josef Guganeder Kapellmeister in Altruppersdorf
  • 1955 – 1980 war Herr Lorenz Zott Junior musikalischer Leiter für Ameis-Föllim
  • 1952 – 1964 leitete Herr Josef Öfferl die Altruppersdorfer Musiker
  • 1964 – 2002 war sein Sohn Konrad Öfferl Altruppersdorfer Kapellmeister
  • 1980 – 2002 leitete Herr Gerhard Leisser die Ortsmusik Ameis-Föllim

Trotz des Zusammenschlusses war es in den folgenden Jahren und sogar Jahrzehnten oft noch notwendig, auf einzelne Aushilfen aus umliegenden Orten zurückzugreifen.

1987 - Ortsmusik in Altruppersdorf

Einsatz der Ortsmusik 1987 in Altruppersdorf. Von links: Franz Eisenhut, Eduard Partik, Hans Schodl (verdeckt), Kapellmeister Konrad Öfferl, Aushilfe Franz….., Josef Klapka, Aushilfe Hermann Leisser aus Kleinschweinbarth, …, Karl Tupi, Birgit Eder, Aushilfen Karl Müllner aus Enzersdorf und Karl Wendt aus Wultendorf, Kapellmeister Gerhard Leisser, Aushilfe Hans Lehner aus Staatz.

Vereinsgründung

Im Jahre 2002 wurde die Ortsmusik als Verein im Rahmen der Bestimmungen des NÖ Vereinsgesetztes neu gegründet. Seither wird der Verein unter dem Namen „Ortsmusikverein Ameis-Föllim-Altruppersdorf“ geführt.

Bei der konstituierenden Sitzung am 10. Dezember 2002 übernahm Franz Eisenhut die Obmannschaft und das Kapellmeisteramt, Kapellmeisterstellvertreter wurde Ludwig Leisser.

Unsere Musikanten

Mit verschiedenen Aktionen unterstützen und fördern wir die Ausbildung von Jungmusikern bestmöglich und versuchen, Kindern und Jugendlichen Freude an der Musik zu vermitteln.

Von jeher wurde der Nachwuchs individuell von den Älteren ausgebildet. Seit den 1960er-Jahren erfolgt die Ausbildung unserer Musikerinnen und Musiker in den Musikschulen Poysdorf und Staatz, wo sie in den Orchestern des jeweiligen Musikvereines auch ihre musikalische Heimat finden, aber auch bei der Ortsmusik mitmachen. Manche musizieren bzw. musizierten außerdem in einem oder mitunter gleichzeitig in mehreren Ensembles oder schafften es sogar, die Musik zu ihrem Beruf zu machen.

Die Ortsmusik 2011 (anlässlich des 70. Geburtstages v. Gerhard Leisser

Die Ortsmusik 2011 (anlässlich des 70. Geburtstages v. Gerhard Leisser)  – Stehend von Links: Michael Leisser, Kpm Franz Eisenhut, Christian Eisenhut, Leopold Steyrer, Hans Schodl, Ferdinand Schwarzl, Benedikt Partik, Monika Müllner-Rieder, Andreas Berger, Gerhard Leisser, Thomas Leisser, Gerald Eisenhut, Gerhard Rohrböck, Roman Leisser, Thomas Rieder, Ludwig Leisser, Jens Partik, Irene Steyrer, Hans Öfferl, Jasmin Lehner, Chrisoph Öfferl; vorne von links: Harald Schodl, Friedrich Rieder, Kathrin Denner, Josef Klapka, Gabriele Rohrböck, Gregor Lehner, Birgit Eder-Schodl.